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Was sind Trüffel?

Die Menschheit hat bereits seit Tausenden Jahren Erfahrungen mit psychoaktiven Substanzen wie Trüffel und Pilze. Die Wirkung und die Folgen der Anwendung psychoaktiver Substanzen sind inzwischen umfassend festgestellt, untersucht und getestet worden. Sowohl in vergangenen Zeiten als auch heute werden die gesammelten Kenntnisse und Erfahrungen mit psychoaktiven Substanzen dazu genutzt, das Leben besser zu verstehen, es neu zu gestalten und ihm Bedeutung zu verleihen.

Was sind Magische Trüffel?

Magische Trüffel werden von Schimmelpilzen, die im Boden leben, gebildet. Aus einem sehr großflächig verbreiteten Netz von Pilzfäden im Boden (dem Myzel) bilden sich oberirdisch Fruchtkörper, die als Pilze bezeichnet werden. Früher wurden diese Pilze häufig wegen ihrer psychedelischen Wirkung verwendet. Aufgrund der stark wechselnden Konzentration der Wirkstoffe sind diese Pilze zurzeit verboten. 
 
Im Boden bildet diese Geflecht aus Pilzfäden außerdem eine feste Myzelmasse (Sklerotium), das dem Pilz als Überdauerungs- und Speicherorgan dient, sozusagen als Vorratsschrank für Nährstoffe. Diese Sklerotien werden im Volksmund auch als Magische Trüffel bezeichnet. Im Gegensatz zu Pilzen enthalten sie eine relativ gleichbleibende Menge Psilocybin (ein halluzigener Stoff aus der Familie der Tryptamine). Während diese Menge bei Pilzen zwischen 0,2 mg und 1 mg pro Gramm mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 90 % liegen kann, enthalten die frischen Trüffel stets ungefähr 1 mg pro Gramm, mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 65 %.
 
Aufgrund dieser gleichmäßigen Konzentrationen eignen sich die Trüffel ausgezeichnet zur Mikrodosierung. Jüngsten wissenschaftlichen Studien zufolge besitzt diese Substanz ein hohes Potenzial bei der Vermeidung psychischer Gesundheitskrisen. Aktuelle Studien belegen, dass sich mit diesen Substanzen Störungen wie Depression, Abhängigkeit, Angststörung und posttraumatische Belastungsstörungen relativ leicht behandeln lassen. Außerdem zeigen sich bei Studien im Bereich neurologischer Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer hoffnungsvoll stimmende Ergebnisse.

Wie funktioniert die Mikrodosierung?

Bei der Mikrodosierung werden regelmäßig kleine Mengen Psychedelika eingenommen. Diese Mengen sind so gering, dass sich keine halluzinatorischen Wirkungen einstellen. Eine Mikrodosis kann in Form eines Nahrungsergänzungsmittels eingenommen werden und wirkt dann im Körper. Der Anwender bleibt voll und ganz funktionsfähig. Im Hintergrund allerdings wirkt die Mikrodosierung eher unauffällig und hilft dabei, Stress, Spannungen und andere Probleme zu mildern. Diese Methode schafft neue Möglichkeiten. Deshalb ist Mikrodosierung eine hervorragende Lösung.

Medizinische Anwendung

Weltweit leidet jeder Vierte an einer psychischen Erkrankung. Damit zählen psychische Erkrankungen zu den wichtigsten Ursachen für psychische Gesundheitsprobleme und Arbeitsunfähigkeit. Gegen 2030 werden die Kosten zur Bekämpfung dieser Probleme mit psychiatrischen Arzneimitteln (wie Antidepressiva) auf 16 Billionen Dollar geschätzt.
 
Leider zeigen diese Medikamente nicht immer die gewünschte Wirkung und sie können schwere Nebenwirkungen haben. Patienten beschreiben einen Zustand abgeflachter Gefühle. Dadurch verschwinden zwar die negativen Beschwerden, aber auch andere Gefühle und Emotionen. Gegen Sucht, ADD, Angst und PTBS liegt verordnete Medikamente können abhängig machen, sodass sie längerfristig mehr Schaden anrichten als helfen.
 
Forschern des Health Science Center der Universität von Texas (UTHealth) und Experten des Imperial College London zufolge hat Psilocybin das Potenzial, die heutigen Antidepressiva innerhalb von 5 bis 10 Jahren zu ersetzen.
 
Unter Aufsicht geschulter Therapeuten kann eine Behandlung mit Psilocybin zu direkten und bleibenden Verbesserungen führen. Dies gilt auch für sehr schwere Depressionen und suizidale Gedanken. Der Patient erfährt eine reinigende emotionale Entladung, die den Blick auf das Leben und die persönlichen Umstände komplett verändern kann. Die Einnahme einer psychedelischen Substanz in sehr kleinen Mengen, die sogenannte Mikrodosierung, resultiert in einer heilenden Wirkung, ohne Halluzinationen oder eine Form der Bewusstseinsveränderung.

Vorbeugen ist besser als heilen

Studien belegen, dass die regelmäßige Mikrodosierung als Vorbeugung von Stress und Spannungen hilft. In der Folge führt dies zu weiteren positiven Wirkungen, beispielsweise besserer Schlaf, mehr Energie, mehr Kreativität. Die Anwender fühlen sich außerdem offener in ihrer sozialen Interaktion mit anderen Menschen.
So hilft die Mikrodosierung bei der Verhütung von Beschwerden wie Übermüdung, Stress und Burn-out.