Ein Naturprodukt, das mehr als nur ein Molekül ist.

Wer eine magische Trüffel in den Händen hält, spürt eine kompakte, erdige Form, die wenig von der Welt preisgibt, die in ihr verborgen ist. Aber wer einen Moment still wird, merkt, dass diese Knolle ihre eigene Logik hat. Eine Trüffel wächst nicht, um Psilocybin zu produzieren. Sie wächst, um zu überleben, zu schützen, zu bewahren. In diesem schützenden Gewebe entsteht eine Mischung aus Substanzen, die niemals die Einfachheit eines einzigen Wirkstoffs hat. Und genau hier beginnt die Geschichte des Entourage-Effekts.

Der Entourage-Effekt ist die Vorstellung, dass ein Naturprodukt seine Wirkung aus dem Zusammenspiel mehrerer Verbindungen bezieht und nicht aus einer einzelnen isolierten Substanz. Dieser Begriff wurde in der Cannabisforschung bekannt, wird aber mittlerweile auch vorsichtig und immer ernsthafter bei Psilocybin-Pilzen und magischen Trüffeln untersucht.

Magische Trüffel enthalten nämlich viel mehr als nur Psilocybin. Und je mehr Forscher sich damit beschäftigen, desto mehr gewinnt das Ganze einen eigenen Charakter.

Die Chemie, die in einer Trüffel steckt

Wenn Wissenschaftler eine Zaubertrüffel analysieren, finden sie immer dieselben Grundstoffe: Psilocybin und Psilocin. Bei genauerer Betrachtung stößt man jedoch auf eine ganze Familie von Indol-Tryptaminen, die zusammen eine biochemische Landschaft bilden.

Eine der übersichtlichsten wissenschaftlichen Analysen finden Sie hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8953032/

Darin werden die wichtigsten Verbindungen beschrieben: Psilocybin, Psilocin, Baeocystin, Norbaeocystin, Norpsilocin und Aeruginascin.

Darüber hinaus berichten verschiedene Analysen über das Vorhandensein von Tryptophan, 5-HTP, Phenolen, Antioxidantien, Polysacchariden und möglicherweise Spuren von Beta-Carbolinen.

Warum Forscher einen Entourage-Effekt vermuten

1. Verschiedene Verbindungen aktivieren Serotonin auf unterschiedliche Weise. Rezeptoruntersuchungen zeigen, dass Psilocin, Baeocystin und Norpsilocin sich nicht identisch verhalten.

2. Naturprodukte verhalten sich anders als isolierte Substanzen. Aus der Pharmakognosie kennen wir die Kraft der Synergie.

3. Tierversuche zeigen eine mögliche verstärkende Wirkung des Ganzen. Wichtige Forschung: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39221854/

Der Extrakt wirkte bei 0,25 mg/kg, während reines Psilocybin bei etwa 1,5 mg/kg wirkte.

 

Was die Wissenschaft noch nicht weiß

Nahezu alle modernen Psilocybin-Studien verwenden synthetisches Psilocybin. Dadurch wissen wir viel über Psilocybin, aber weniger über den gesamten Organismus.

Übersicht über die Untersuchung: https://www.hopkinsmedicine.org/news/articles/psychedelic-research-and-psilocybin

Bewertung zum Entourage-Effekt: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36592954/

 

Truffles behave as nature does

Eine Trüffel reagiert auf alles, was sie umgibt. Sie atmet mit ihrer Umgebung, verändert ihre Zusammensetzung durch die Nahrung, die sie erhält, die Temperatur, die sie umgibt, die Luft, die am Myzel vorbeiströmt, und die Zeit, die ihr die Möglichkeit gibt, in Ruhe zu reifen. Sie ist keine Kapsel mit einem vorgegebenen Inhalt, sondern ein lebender Organismus, der ständig nach Gleichgewicht sucht und sich immer wieder an die Bedingungen anpasst, unter denen er wächst.

Was dies für Nutzer und Fachleute bedeutet


Der Entourage-Effekt suggeriert nicht, dass Trüffel besser sind als synthetisches Psilocybin, und er stellt keine Rangordnung zwischen Natur und Labor her. Was er jedoch zeigt, ist, dass Trüffel anders sind: lebende Naturprodukte mit einer eigenen internen Zusammenarbeit, in der sich mehrere Substanzen gegenseitig beeinflussen und unterstützen. Eine Trüffel hat keine einfache Wirkung, sondern eine Harmonie, die sich aus der Art und Weise ergibt, wie all diese Verbindungen zusammenwirken.

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Hans Grootewal und die Sprache der Natur

Hans Grootewal sieht diesen Zusammenhang jeden Tag in seiner Arbeit, in den kleinen Verschiebungen, die einen Organismus zu dem machen, was er ist. Für ihn ist der Entourage-Effekt keine Behauptung, die schwarz auf weiß bewiesen werden muss, sondern etwas, das man erkennt, wenn man lange genug mit lebenden Systemen arbeitet. Er zeigt sich in jeder Trüffel, die als Ganzes funktioniert, in jedem Myzel, das seine Umgebung liest und darauf reagiert, in der Art und Weise, wie einzelne Stoffe zusammen einen Charakter bilden.

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